Novaselek

„Die Wirtschaftlichkeit eines Fleischrinderbetriebes durch die passende Genetik verbessern."

Der Spezialist für die Rasse Limousin hat weltweit schon über 70.000 Rinder begutachtet. Novaselek berät Haltungs- und Zuchtbetriebe im deutschsprachigen Raum. Aber was sind die Tätigkeiten von Novaselek?

 

Was sind die Ziele von Novaselek?

Unser Ziel ist es, durch die passende Genetik, die Wirtschaftlichkeit des Betriebes unserer Kunden zu verbessern. Das geht auch, ohne die Fütterung zu verändern. In den meisten Betrieben achtet man zu viel auf die Fütterung (das ist natürlich sehr wichtig) und nutzt dabei die Zucht zu wenig. Kühe können so unterschiedlich sein wie ein Renault oder ein Ferrari. Beide brauchen das gleiche Benzin oder Futter, aber sie leisten nicht gleich viel. So gut wie die Ferrari-Maschine sollte auch eine Zucht-Kuh sein. Wir dürfen nicht vergessen, dass die meisten Betriebe weniger als 50 Kühe haben. Es gibt einen großen Unterschied zwischen diesen Betrieben und den Betrieben in vielen Ländern mit hunderten oder tausenden von Kühen. Mit sehr vielen Kühen hat ein Zuchtfehler, z. B. ein Fehler bei der Auswahl eines Deckbullen keinen großen Einfluss. Mit max. 50 Kühen müssen alle wirtschaftlichen Kriterien der Zucht optimiert werden. Ein Zuchtfehler kostet viel Geld, Zeit und Nerven!

 

Worauf kommt es bei der Beratung im Betrieb an?

Jeder möchte schöne, breite Kühe halten.

Für Novaselek ist es noch wichtiger, dass die Tiere möglichst wenig Arbeit machen, also fruchtbar sind, allein kalben, ihr Kalb mit ausreichend Milch versorgen und ein sehr funktionelles Euter haben. All diese Punkte nennt man Muttereigenschaften. Eine Herde mit guten Muttereigenschaften bringt weniger Kosten, mehr Zeit für die Familie und mehr Spaß bei der Arbeit.

Dann und nur dann, kommt die äußere Erscheinung, oder anders gesagt die Morphologie. Wir schauen uns dazu jedes einzelne Tier genau an und beschreiben es nach 21 verschiedenen Kriterien. Zunächst prüfen wir  gemeinsam mit den Landwirten die wichtigen morphologischen Punkte wie Skelettentwicklung, Bemuskelungsentwicklung, Becken, funktionelle Eigenschaften von Vorder- und Hinterbeinen, Tiefe und Rückenlinie.

Besonders wichtig sind die Rückenlänge und die Beckenbreite. Je breiter das Becken, desto leichter kalbt die Kuh und je länger der Rücken, desto mehr hochwertiges Fleisch bekomme ich, da das beste Fleisch am Rücken sitzt.  Letztendlich hat jeder von unseren Bewertungspunkten einen direkten Einfluss an das Portemonnaie. Natürlich fragen wir auch den Betriebsleiter nach seinen Zuchtzielen. Sie wollen zum Beispiel früher oder später vermarkten. Dann müssen wir uns gemeinsam den Ist-Zustand anschauen. Das ist die Basis unserer Beratung.

 

Was passiert mit den gesammelten Informationen?

Auf der Weide oder im Stall machen wir uns Notizen. Danach gibt die Sekretärin die Daten in ein Computerprogramm ein. Damit lässt sich ausrechnen, wie jede Kuh, sowie die gesamte Herde im Vergleich mit dem Durchschnitt ihrer Rasse steht. Der Halter/Züchter erhält einen detaillierten Bericht. Um es einfacher zu machen, sind die Kühe eingeteilt in drei Gruppen. Die besten Zuchtkühe sind grün markiert, die „Arbeiterinnen“ weiß und die schlechtesten Tiere der Herde rot. Diese roten Kühe sollten dann in den nächsten Jahren aus der Herde genommen werden.

 

Welches ist überhaupt die beste Kuh?

Beim Bewerten von Rindern müssen wir immer den Fütterungseffekt bedenken. Nicht die schönste, schwerste Kuh ist die beste, sondern die, die jedes Jahr gute Kälber bringt. Leider korrelieren die Muttereigenschaften negativ mit den Fleisch- und Masteigenschaften. Das heißt, je mehr Gewicht die Kühe haben, desto weniger Muttereigenschaften haben sie.

 

Wie geht es dann weiter?

Wenn man immer die beste Kuh mit dem passenden Bullen paart und von dieser Kuh, die Töchter behält (Remontierungsauswahl), wird sich das genetische Potential der Herde automatisch verbessern. Es ist die B.A-BA der Selektionsarbeit!

Den passenden Bullen für den Betrieb zu finden, ist unsere Hauptaufgabe und Spezialität. Hier haben wir sehr viel Erfahrung und eine große Datei mit zahlreichen Bullen aufgebaut. Wir haben aber auch selbst Besamungsbullen und versuchen den Spermaexport oder -import einfacher zu organisieren. Außerdem helfen wir den Landwirten dabei, die Kalbinnen für die Remontierung der Herde auszusuchen.

 

Beschreibt Novaselek auch Bullen?

Für die Vermarktung sind viele Bullen leider oft überfüttert. Umgekehrt kann ein Bulle im Biobetrieb mager aussehen, aber die Genetik kann richtig gut sein. Viel wichtiger sind seine Nachkommen. Mittlerweile können wir auch bei jungen Limousin-Bullen die DNA typisieren, um sein genetisches Potential ohne Futter- und Betriebseffekt sehr früh zu erkennen. Diese Technologie ist die Zukunft für alle, die sicherer und schneller Erfolge haben möchten.

 

Für die Halter/Züchter, die keinen Betriebsbesuch möchten: Wie kann Novaselek Ihnen helfen?

Wie schon erwähnt, sollten die Halter/Züchter möglichst keinen Zuchtfehler machen. Die meisten Kunden möchten einen Betriebsbesuch jedes Jahr oder jedes 2. Jahr um den „fremden Augen-Effekt“ in ihrem Betrieb zu bekommen.

Aber auch viele Kunden arbeiten mit Novaselek ohne Betriebsbesuch. Man macht Fehler, wenn man nicht informiert ist. Deshalb sollte man die wichtigen und  professionellen Informationen für seinen Betrieb bekommen.

Novaselek vermittelt dank seiner großen internationalen Beziehungen alle neuen Informationen und Aktualitäten. Wir benutzen dafür unsere Homepage, die jeden Tag ca. 350 Besucher zählt! Es gibt auch die Möglichkeit, ein Mitglied bei Novaselek ohne Betriebsbesuch zu sein. Hier bekommen die Mitglieder  mehr Informationen per Email.

 

Weitere Details zu lesen unter:

  • Konzept Novaselek in der Rubrik Technologie
  • Mitgliedschaft Novaselek: Die verschiedenen Möglichkeiten